Frankreichaustausch 2019 Drucken
Montag, 03. Juni 2019 um 20:46

Schussenrieder Achtklässler bereits zum zwölften Mal beim Schüleraustausch im Elsass

Vom 20.-24. Mai war es wieder soweit: 13 Schüler der Jakob-Emele-Realschule reisten mit ihren Lehrerinnen Corinna Walker-Schaub (Französisch) und Christine Birkhofer zum Schüleraustausch ins „krumme Elsass“. Bereits im April hatten die französischen Schüler eine Woche in Bad Schussenried verbracht.

Ein buntes Programm erwartete die Jugendlichen im elsässischen Diemeringen.

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Myriane Nehlig, die Schulleiterin der Partnerschule „Collège d’Eichel“, hieß die deutschen Nachbarn in der Schulkantine mit schwungvoller Musik der Bläserklasse herzlich willkommen. Im Verlauf der Woche konnten die oberschwäbischen Jugendlichen einen kleinen Einblick ins französische Schulsystem gewinnen: „Puh, den ganzen Tag Schule und im Anschluss auch noch Hausaufgaben!“. Da kehrte manch einer dankbar an die Jakob-Emele-Realschule zurück.

Wie bereits in Bad Schussenried so haben auch im Elsass die Schüler für einen Tag in die französische Arbeitswelt „hineingeschnuppert“.

Diesen Praktikumstag verbrachten die Austauschpartner gemeinsam in einem Berufsfeld ihrer Wahl. Vielfältige Arbeitsbereiche erwarteten die Schülerinnen und Schüler auch in Frankreich: in der Grundschule, im Kindergarten, in einer Saftfabrik oder beim Tierarzt. Beim letzten Praktikumsbesuch des Tages bekamen die Lehrerinnen in einer Pizzeria in Diemeringen von einem deutschen Schüler eine „Tarte flambée“ serviert. Hier erwachte die Lektion aus dem Französischbuch „Aller au restaurant“ zum Leben.

Am letzten Tag wurde, ganz im Zeichen des Mittelalters, bei einem Tagesausflug mit deutsch-französischer Stadtführung die typisch elsässische Stadt Colmar erkundet und eine Vogelschau mit Greifvögeln auf der Burg Kinzheim besucht, bei der ein paar der Schüler sogar einen Falken auf der Hand halten durften. Zur Krönung des Austausches trafen sich am Abend die Gastfamilien, das Kollegium der Schule und die Austauschgäste zu einem kleinen, inzwischen schon „traditionellen“, Empfang mit Fingerfood-Buffet in der Schulkantine.

Das Resümee dieser Woche besteht für die Jugendlichen nicht nur in der Erweiterung ihrer französischen Sprachkenntnisse, sondern sie wurden auch im Bereich des sozialen Lernens herausgefordert, indem sie sich für eine Woche auf den Alltag ihrer Gastfamilie einließen. Das erfordert auch die Bereitschaft, andere Gewohnheiten kennenzulernen und zu respektieren.

Es galt die eigenen Interessen und Bedürfnisse mitzuteilen und sie mit denen des Austauschpartners abzugleichen, sich diesen bei Bedarf anzupassen oder, noch besser, auch einmal Kompromisse zu machen.

C. Walker-Schaub / Mai 2019

Weitere Bilder vom Austausch: Frankreichaustausch Diemeringen 2019