Schülerbericht über den Präventionstag „Medienwelten“ Drucken
Sonntag, 03. Februar 2019 um 16:46

Am Donnerstag, den 24.01.2019 besuchte uns Herr Schmitt von der Polizei. Er arbeitet seit 10 Jahren bei der Polizei in Ulm.

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In einer anderen Schule, berichtete uns Herr Schmitt, hat er einmal erlebt, wie in der Präventionswoche mitten im Vortrag eine Schülerin angefangen hat, mit ihrem Handy zu spielen. In solchen Fällen, haben die Lehrer das Recht, dass sie das Handy abnehmen und es dann bis zum Ende des Schultages behalten dürfen. Nach dem Schulunterricht müssen die Lehrer das Handy an den Eigentümer wieder aushändigen. Wenn dieses öfters passiert, werden die Eltern darüber informiert. Zudem haben die Lehrer auch das Recht, dass das Handy nicht mehr an den Schüler ausgehändigt wird, dann müssen die Eltern das Handy in der Schule abholen. Die Lehrer dürfen allerdings nicht ohne die Einwilligung des Schülers anfangen, im Handy zu stöbern, wenn sie die Vermutung haben sollten, dass der Schüler heimlich Bilder von diesem Lehrer gemacht hat. Sollte sich der Schüler trotz der Vermutung des Lehrers, dass seine Persönlichkeitsrechte verletzt wurden, weigern, das Handy zu öffnen, haben die Lehrer das Recht, die Polizei anzurufen. Wenn sich der Schüler immer noch weigern sollte, das Handy anzumachen, bzw. die Bilder zu löschen, kann die Polizei das Handy beschlagnahmen. Die Polizeibeamten schicken dann das Handy nach Ulm in die Abteilung KI 5, damit es dort ausgelesen werden kann. Diese Prozedur kann bis zu 3 Monate dauern.

 

Es gibt unterschiedliche Arten von Straftaten. Diese werden in der Fachsprache der Polizei „Delikte“ genannt. Es gibt Offizialdelikte und Antragsdelikte. Ein Offizialdelikt ist, wenn die Polizei in jedem Fall ermittelt. Das Antragsdelikt ist, wenn jemand eine Anzeige gegen eine Person oder Sache macht. Es gibt Straftaten, die oft von Schülern und Jugendlichen begangen werden, die aber für die Täter normal erscheinen, wie etwa Gerüchte verbreiten, beleidigen, belästigen, auftreten unter falscher Identität, Veröffentlichung privater Dinge wie Bilder in sozialen Netzwerke (Facebook, Instagram, WhatsApp), Betrug und Bedrohung.

 

Es könnte also zum Beispiel sein, dass ein 11-jähriges Kind etwas Strafbares macht, allerdings ist der Schüler erst ab 14 Jahre strafmündig. Was passiert dann? Da die Eltern nicht für die Strafe der Kinder haften, gibt es ein sogenanntes Erziehungsregister. Das Erziehungsregister wird bis zum 14. Lebensjahr über die betroffene Persongeführt. Die Löschung des Eintrags im Erziehungsregister erfolgt allerdings erst, wenn die Person 24 Jahre alt ist. Ab dem 14. Lebensjahr gibt es dann das sogenannte Führungszeugnis. Ab diesem Alter sind die Personen in Deutschland strafmündig! Da viele Berufe das Führungszeugnis verlangen, sollte man versuchen, keine Einträge in das Führungszeugnis zu bekommen. Eine Geldstrafe kann man erst bekommen, wenn man selbst etwas verdient.

 

In Deutschland ist YouTube gesetzlich erst ab 18 Jahre erlaubt. Wenn die Eltern es den Kindern erlauben, dass sie YouTube anschauen dürfen, dann sind die Eltern für das Verhalten der Kinder verantwortlich. Einige YouTuber verdienen wegen der Werbung ganz viel Geld. Microsoft, Google und Facebook speichern alle Informationen, die man eingibt. Google weiß alle Informationen besser als die eigenen Eltern. Es gibt die sogenannten AGFA-Konzerne (Apple, Google, Facebook, Amazon), die Daten untereinander austauschen. Wenn man auf Amazon einen Artikel ganz oft eingibt, dann kommt ganz viele Werbung auf Google zu diesem Artikel.

Lejla Zekic, Klasse 7a

 

Am 21.02.2019 wird die Klasse 7b ebenfalls Besuch zum Thema „Medienwelten“ von Polizeioberkomissar Marc Layer bekommen. Dieser Präventionsbaustein stellt die Weiterführung der Inhalte des MAUS-Projektes aus Klasse 6 dar. Dem Alter entsprechend ist der Schwerpunkt jetzt die rechtliche Seite der Mediennutzung um sie vor möglichen Straftaten aufzuklären.

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